Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der diesjährige Bundesweite Warntag statt. Um 11:00 Uhr wird deutschlandweit eine Probewarnung ausgelöst. Dabei testen Bund, Länder und Kommunen die verschiedenen Warnwege und deren Zusammenspiel.
Zum Einsatz kommen unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio und Fernsehen sowie örtlich Sirenen und weitere Warnmittel. Der Warntag soll aber nicht nur die Technik prüfen, sondern auch daran erinnern, wie wichtig eine gewisse persönliche Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen ist.
Was bedeuten die Sirenentöne?
Für die Warnung der Bevölkerung sind vor allem zwei Signale wichtig:
- Warnung: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton. Bedeutet: Es besteht eine Gefahr – weitere Informationen über Warn-App, Radio oder andere offizielle Quellen einholen.
- Entwarnung: 1 Minute gleichbleibender Dauerton. Bedeutet: Die unmittelbare Gefahr ist vorüber.

Daneben gibt es regional weitere Signale, beispielsweise zur Alarmierung der Feuerwehr. Dieses besteht häufig aus einem Dauerton, der zweimal unterbrochen wird. Die genaue Verwendung kann örtlich unterschiedlich sein.
(Bild: Oto Zapletal)
Ein guter Anlass, die eigene Vorsorge zu prüfen
Der Warntag ist auch eine gute Gelegenheit, sich einmal ganz grundsätzlich mit der eigenen Vorbereitung zu beschäftigen. Dazu gehören beispielsweise Trinkwasser und haltbare Lebensmittel, wichtige Medikamente, Taschenlampen, Batterien, eine Powerbank sowie die Möglichkeit, Informationen auch bei einem Strom- oder Internetausfall zu empfangen.
Auch für Funkamateure lohnt sich ein Blick auf die eigene Ausrüstung: Sind Akkus geladen? Funktionieren Handfunkgeräte und mobile Stromversorgungen? Können Geräte für einige Zeit unabhängig vom Stromnetz betrieben werden? Wie alt ist der Sprit im Generator?
Und vielleicht ist der Warntag auch ein guter Anlass, einmal ganz praktisch auszuprobieren, welche Relaisfunkstellen - möglichst mit Notstrom - vom eigenen Standort aus erreichbar sind.
E39: Kleiner Funkcheck um 11 Uhr
Auch wir möchten den Warntag für einen kleinen Praxistest und ein kurzes Zusammenkommen auf Funk nutzen.
Wer am Donnerstag um 11:00 Uhr Zeit hat, kann sich gerne auf einer unserer Relaisfunkstellen melden:
Alle drei Relaisfunkstellen sind notstromversorgt, werden aber am Donnerstag nicht vom Netz getrennt. Falls die Stromversorgung doch einmal über die Akkus läuft, wird das entsprechend angesagt. Auf der Relaisseite von DB0HZL gibt es dazu ein kurzes Video von Andre, DG3AZ.
Bei unserem Treffen geht es ausdrücklich nicht um eine Notfunkübung, sondern ganz unkompliziert darum, das eigene Equipment einmal zu testen, die Erreichbarkeit der Relais auszuprobieren und vor allem darum, sich kurz über Funk zu treffen.
So wird der Bundesweite Warntag vielleicht auch für uns zu einem guten Anlass: Warnwege kennen, die eigene Vorsorge prüfen, Technik testen und miteinander in Verbindung bleiben.
Beste 73, Euer Ortsverband Ratzeburg (E39)
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