Am Sonntag, dem 9. August 2026, lädt der Distrikt Schleswig-Holstein zum Nordischen Höhentag ein. Von 12:00 bis 15:00 Uhr UTC, entsprechend 14:00 bis 17:00 Uhr MESZ, stehen drei Stunden portabler UKW-Funkbetrieb von Anhöhen und "Bergen" auf dem Programm. Ausgerichtet wird der Wettbewerb vom Ortsverband Schleswig, M13.
Auch wenn Norddeutschland nicht gerade für seine Hochgebirge bekannt ist, finden sich zwischen Ostsee, Geest, Holsteinischer Schweiz und Nordfriesland zahlreiche Standorte mit guten Funkbedingungen. Beim Nordischen Höhentag kommt es ohnehin nicht allein auf die Höhe an: Ein freier Standort, eine geeignete Antenne und ein möglichst leichtes, gut abgestimmtes Portabel-Setup können entscheidend sein. Hier eignet sich zum Beispiel die Leichtbau-Yagi nach DK7ZB, die wir im vergangenen Winter gebaut haben, besonders. Wer am Themenabend "Go Boxen" ebenfalls teilgenommen hat, ist vielleicht schon perfekt ausgestattet.
Ein Wettbewerb mit langer Tradition
Der Wettbewerb wurde bereits 1966 von Hannes, DL6PX, als Norddeutscher Höhentag ins Leben gerufen. Im Jahr 2020 belebte Hans-Peter, DO9EHP, die Veranstaltung wieder und gab ihr den heutigen Namen Nordischer Höhentag.
Die ursprüngliche Idee blieb erhalten: Mit tragbarer und netzunabhängiger Technik eine Anhöhe aufsuchen und auf 2 Meter oder 70 Zentimeter möglichst große Entfernungen überbrücken.
Bänder, Betriebsarten und Sektionen
Der Nordische Höhentag wird auf 144 MHz und 430 MHz ausgetragen. Möglich sind Verbindungen in CW, SSB und FM. Für reine FM-Stationen auf 2 Meter gibt es eine eigene Sektion. Auch SWLs können teilnehmen.
Die Sektionen im Überblick:
- 144 MHz in CW, SSB und FM
- 144 MHz ausschließlich in FM
- 430 MHz in CW, SSB und FM
- SWL auf beiden Bändern
Relais- und Satellitenverbindungen sind nicht zugelassen. Ausgetauscht werden der Rapport, eine laufende QSO-Nummer ab 001 und der Locator. Jede Station darf pro Band nur einmal gearbeitet werden.
Weniger Gewicht, mehr Ideen
Eine Besonderheit des Höhentags sind die strengen Gewichtsgrenzen. Die vollständige Station einschließlich Funkgerät, Antenne, Halterung, Stromversorgung und Reservebatterien darf auf 144 MHz höchstens sechs Kilogramm und auf 430 MHz höchstens sieben Kilogramm wiegen.
Der Betrieb muss vollständig unabhängig vom Stromnetz erfolgen. Akkus, Batterien und Solarzellen sind zulässig, wobei auch Solarzellen zum Gesamtgewicht zählen. Während des Wettbewerbs dürfen die Akkus nicht aus anderen Spannungsquellen geladen oder gepuffert werden.
Gerade diese Begrenzung macht den besonderen Reiz aus. Leichte Yagis, kleine Transceiver, kompakte Akkus und selbst gebaute Halterungen sind gefragt. Der Höhentag ist deshalb nicht nur ein Funkwettbewerb, sondern zugleich ein guter Praxistest für eigene Antennen und portable Technik.
Jeder Kilometer zählt
Für die Wertung zählt jeder angefangene Kilometer einer Verbindung. Kontakte mit Portabel- oder Mobilstationen erhalten eine höhere Gewichtung als Verbindungen mit Feststationen. Maritime Stationen bringen einen zusätzlichen Multiplikator. Hinzu kommt die Anzahl der gearbeiteten verschiedenen Großfelder.
Auch Ausbildungsrufzeichen sind ausdrücklich willkommen und erhalten einen zusätzlichen Multiplikator. Damit bietet der Höhentag eine gute Gelegenheit, Nachwuchsfunkamateure unter realen Portabelbedingungen an den Funkbetrieb heranzuführen.
Teilnahme auch außerhalb Schleswig-Holsteins
Teilnehmen können Funkamateure aus allen Regionen. Der Standort darf während des Wettbewerbs allerdings nicht gewechselt werden. Wer regelgerecht als Portabelstation von einer Anhöhe aus arbeitet, erhält nach der Auswertung eine Urkunde im PDF-Format per E-Mail.
Die Logs müssen bis zum 31. August 2026 um 23:59 Uhr UTC eingereicht werden. Möglich ist die Einsendung im ADIF-Format per E-Mail an den Contestmanager Hans-Peter, DO9EHP. Die vollständige Ausschreibung mit allen Angaben zur Wertung und Logeinreichung ist auf der Internetseite von DL0SX (M13) zu finden.
Die wichtigsten Daten
Termin: Sonntag, 9. August 2026
Zeit: 12:00 bis 15:00 Uhr UTC / 14:00 bis 17:00 Uhr MESZ
Bänder: 144 MHz und 430 MHz
Betriebsarten: CW, SSB und FM
Betrieb: ausschließlich netzunabhängig
Gewichtsgrenzen: 6 kg auf 144 MHz, 7 kg auf 430 MHz
Logeinsendeschluss: 31. August 2026
Hier noch die offizielle Ausschreibung.
Der Nordische Höhentag verbindet Funkbetrieb, Antennenbau und einen sommerlichen (und voraussichtlich sonnigen) Ausflug in die Natur. Sicher findet sich auch im Bereich Eures Ortsverbandes eine geeignete Anhöhe, von der aus sich mit wenigen Watt und einer leichten Richtantenne überraschend große Entfernungen überbrücken lassen.
Wir wünschen allen teilnehmenden Funkamateuren viel Erfolg, gute Verbindungen und vor allem viel Freude beim Portabelbetrieb!
Beste 73,
Euer Ortsverband Ratzeburg (E39)
Schreibe einen Kommentar