+++Update+++ Erfolgreicher Kontakt:

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Am Dienstag, den 1. April 2025, wird ein außergewöhnliches Funkexperiment im Rahmen der Raumfahrtmission Fram2 stattfinden:

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Die Technische Universität Berlin plant, über ihre Amateurfunkstation auf dem Hauptgebäude einen direkten Funkkontakt zur Raumfahrerin Rabea Rogge herzustellen, die sich zu diesem Zeitpunkt in einer SpaceX-Dragon-Kapsel im Erdorbit befinden wird. (Foto: Kevin Fuchs)

Rabea Rogge ist Absolventin der TU Berlin und die erste deutsche Frau im All. Als Missionspilotin der internationalen Mission Fram2 wird sie wissenschaftliche Experimente an Bord durchführen. Ein besonderer Bestandteil ist jedoch auch der geplante Funkkontakt mit ihrer früheren Universität – ein Highlight für alle Freunde des Amateurfunks.

Die Verbindung soll im Rahmen des Fram2Ham-Experiments über eine Downlink-Frequenz von 437,550 MHz auf dem 70-cm-Band erfolgen.

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Richtantennen der TU-Berlin (Foto: Kevin Fuchs)

Die TU-Funkstation wird mit einer Azimut-/Elevations-gesteuerten Richtantenne die Kapsel verfolgen und den Simplexkontakt während des Überflugs über Berlin herstellen. Das Zeitfenster für die Verbindung ist kurz und technisch herausfordernd, da die Raumkapsel mit hoher Geschwindigkeit vorbeizieht und nur wenige Minuten lang erreichbar ist.

Der geplante Funkkontakt beginnt um 09:28 Uhr MESZ. Bereits ab 09:20 Uhr überträgt die TU Berlin einen Livestream auf ihrem YouTube-Kanal. Sollte der Kontakt am 1. April nicht zustande kommen, ist für den 3. April um 09:40 Uhr ein zweiter Versuch vorgesehen. Die Funkverbindung wird öffentlich kommentiert und mit Fragen von Studierenden, Schülern und Gästen wie dem Berliner Bürgermeister begleitet – gefunkt wird auf Englisch.

Das Projekt ist Teil einer internationalen Initiative in Kooperation mit ARISS und soll junge Menschen weltweit für MINT-Themen und insbesondere den Amateurfunk begeistern. Neben dem Sprachkontakt sind auch SSTV-Übertragungen geplant, die Bilder aus den Polarregionen senden sollen – aufgenommen direkt aus dem Orbit. Der Empfang des Downlinks ist auch mit einfachen Mitteln möglich, sofern eine geeignete Antenne und freier Horizont gegeben sind.

Für die Amateurfunkgemeinschaft bietet dieses Experiment eine Gelegenheit, an einem echten Raumfahrtprojekt aktiv oder als Zuhörer teilzunehmen – und zu zeigen, wie leistungsfähig unser Hobby auch im wissenschaftlichen Umfeld sein kann.


Kurz zusammengefasst:

  • Wann? Dienstag, 1. April 2025, geplanter Funkkontakt ab 09:28 Uhr MESZ
  • Ausweichtermin: Donnerstag, 3. April 2025, 09:40 Uhr
  • Frequenz (Downlink): 437,550 MHz FM, Simplex
  • Mode; FM
  • Livestream: Ab 09:20 Uhr auf youtube
  • Empfangbar mit: 70-cm-Handfunkgerät & externer Antenne
  • SSTV-Bilder: aus dem Orbit geplant (Details)
  • Veranstalter: TU Berlin & Amateurfunkclub AFuTUB in Kooperation mit ARISS
  • Ziel: Wissenschaftskommunikation & Förderung des Amateurfunks weltweit